Leitung:
Anschrift:
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Wasser und Umwelt
- Fachbereich Wasserbau und Wasserwirtschaft -
Kaiserstraße 12
76131 Karlsruhe
Telefon: +49 (0)721 - 608-44418
E-Mail: wasserbau∂iwu.kit.edu
Besuchsadresse:
Die Herausforderungen, denen sich Wasserbauingenieure heutzutage gegenübersehen, sind vielfältig-komplex und erfordern disziplinübergreifende Ansätze. Zu diesen Herausforderungen gehören die Sicherheit natürlicher und anthropogen geprägter Gewässersysteme, Wechselwirkungen mit der Ökologie, alternde Infrastrukturen, Verschmutzung, die Gewährleistung der Energie- und Lebensmittelsicherheit sowie die nachhaltige Entwicklung und Resilienz urbaner Gebiete. Dies alles unter Berücksichtigung einer ungewisser Zukunft.
Unsere Gruppe erforscht und entwickelt ingenieurtechnische Lösungen für den Entwurf, die Planung und die Umsetzung nachhaltiger Wasserinfrastrukturen, die auf den globalen Wandel vorbereitet sind. Wir erforschen Fließprozesse in Gewässern und deren Wechselwirkungen u.a. mit Sedimenten, gelösten Stoffen, Gasen, lebenden Organismen und Menschen. Im Einzelnen widmet sich der Fachbereich der Durchführung von Forschungsarbeiten in vier Schwerpunkten: Nachhaltige und sichere Wasserversorgung für Trink- und Brauchwasser, Lebensmittelproduktion und Energieerzeugung, Anpassungsfähige und multifunktionale hydraulische Systeme, Vitale Gewässer und Geophysikalische Prozesse in Flüssen und Seen.
Am 09.-11.09.2026 fand das 25. Treffen junger Wissenschaftler*innen deutschsprachiger Institute für Wasserbau und Wasserwirtschaft (JuWi) statt, das dieses Jahr vom Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft der Universität Duisburg-Essen ausgerichtet wurde.
Bei der eröffnenden Postersession stellte Daniel Beetz die Arbeit des IWU-WB zum Überlastverhalten von Brücken bei Extremhochwasser vor. Die gesamte inhaltlich vielseitige Session bot die Grundlage für angeregte fachliche Diskussionen. Unterstützt von Ruhrverband und Emschergenossenschaft / Lippeverband wurden außerdem verschiedene wasserbauliche Anlagen im Ruhrgebiet besucht, u. a. die Staustufe Baldeney mit Fischlift, dessen Umsetzung das IWU-WB durch ethohydraulische Versuche unterstütze, und die Emschersanierung mit revitalisierter Emschermündung und Pumpwerk Oberhausen.
Wir bedanken uns beim diesjährigen Organisationskomitee für das tolle Treffen und bei allen Teilnehmenden für die motivierenden und bereichernden Diskussionen.

From 16–20 August 2026, the International Symposium on Ecohydraulics (ISE 2026) took place at EPFL in Lausanne, Switzerland. Our institute was represented by Dr. Davide Vanzo and Dr. Jiangtao Yang. As a member of the Ecohydraulics Community leadership team, Davide chaired sessions on ecomorphodynamics and sediment transport and presented research on floodplain vegetation and in-channel habitat availability. Jiangtao presented his work on the physical degradation of large wood during fluvial transport and a wood-shaped sensor for detecting wood motion. The symposium was a great opportunity to share research, exchange ideas, reconnect with colleagues, and build new connections.

Rivers are key connectors between inland processes and coastal systems, transporting water, sediments, nutrients and pollutants from source to sea. This seminar will focus on how satellite observations can be used to monitor the spatiotemporal dynamics of river systems, with particular attention to planform morphology and suspended sediment transport. Using the Loire River in France as a representative case, He will illustrate how remote sensing enables tracking of channel evolution, sediment pathways, and variability across scales, as well as to depict potential drivers.
The seminar video is online now!
Link to the seminar PDF file
Für seine wegweisende Forschungsarbeit "Untersuchungen zur Widerstandsparametrisierung von natürlichen Oberflächen bei Dünnschichtabfluss" erlangt Tim Jakobs am 31. Juli 2026 den Doktortitel. Wir gratulieren Tim zu seiner herausragenden wissenschaftlichen Leistung!
Im Rahmen seiner Dissertation entwickelte Herr Jakobs ein neuartiges Versuchssetup zur präzisen in-situ Erfassung hydraulischer Kenngrößen von Oberflächenabfluss auf natürlichen Flächen infolge Starkregen, deren Qualität und Aussagekraft mit den Ergebnissen klassischer Wasserbaulaborversuche vergleichbar sind. In über 1.000 Abflussexperimenten auf Grünland sowie einer begleitende 3D-Simulationsstudie analysierte er die komplexe Prozessinteraktion von durch- und überströmter Vegetation und den Einfluss unregelmäßiger Abflussverteilung infolge kleinskaliger Oberflächenunebenheiten.
Die Ergebnisse liefern erstmals fundierte, tiefenabhängige Fließwiderstandsbeiwerte für spezifische Grünlandklassen, die die natürlichen Prozesse ganzheitlich abbilden und in 2D-Strömungsmodellen zur Erstellung von Starkregengefahrenkarten praktische Anwendung finden werden.

Am 28. Juli 2026 trafen wir uns zu unserem jährlichen Ausflug. Wir begannen mit einer Präsentation des Schwarzenbachtalsperres. Aufgrund der laufenden Wartungs- und Sanierungsarbeiten steht der Stausee derzeit leer, was eine einzigartige Gelegenheit bietet, die Staumauer zu besichtigen. Hier haben wir unser Gruppenfoto gemacht. Anschließend genossen wir ein köstliches Barbecue und anschließend einen tollen Nachmittag voller Spiele im Hexenalm Gausbach, mitten im Herzen des Schwarzwalds. Es war ein sehr schöner Moment der Einheit innerhalb der Gruppe. Ich kann unsere nächste Expedition kaum erwarten!

Am 08.-10.07.2026 fand in Zürich das Wasserbau-Symposium statt. Die hervorragend von der ETH Zürich in Zusammenarbeit mit der TU München und der TU Graz organisierte Konferenz brachte über 200 Teilnehmer aus wasserbaulicher Wissenschaft und Praxis aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen. Das IWU-WB war durch Frank Seidel und Daniel Beetz, der einen Vortrag zum Überlastverhalten von Brücken bei Extremhochwasser hielt, vertreten. Darüber hinaus präsentierten Tim Jakobs und Peter Oberle ein Poster zum Einfluss fließtiefenabhängiger Widerstandbeiwerte bei der Starkregenmodellierung. Vielfältige Sessions, Poster, eine Podiumsdiskussion und Besichtigungen des Labors und der Baustelle des Platzspitzwehrs waren die Grundlage für wertvollen fachlichen Austausch und spannende Diskussionen.
